Schwingen, die majestätisch die Luft, wie ein Schwert zerschneiden,
die ihnen helfen, durch das Blut der Erde zu schwimmen,
die die einzige Möglichkeit bieten, sie durch ihre Träume segeln zu lassen
und alles andere zu vergessen.
Weise Augen, die auf alles achtsam herabblicken,
klar und unergründlich, wie ein Meer aus Rätseln,
wie herabfallende Sterne, die im Licht des Morgensternes,
Tränengleich funkelnd, in die Unendlichkeit blicken.
Glänzende Schuppen, welche die Vergangenheit widerspiegeln
Und die Zukunft ahnen lassen,
wie Spiegel dieser und ferner Welten,
ein ewig wechselndes Muster aus Farben.
Ein Leib, aus dem Blute der Mutter Erde
Und des Herzens des Vater Himmels,
geschaffen für das ewige Leben und
für die immer währende Bereitschaft in den Lauf der Welt einzugreifen.
Riesige Klauen, die eines Tages alles umfassen, was schlecht ist,
um es aus der Welt zu tragen,
dorthin, wo es niemand mehr finden kann.
Dorthin, wo niemals die Seele eines anderen Geschöpfes angelangen wird.
Ein Verstand der den jedes anderen Lebewesens übertrifft,
dem keiner etwas vormachen kann,
mit dem Wissen um alles, um jedes Geheimnis, um jedes Rätsel,
das jemals existierte.
Wesen mit einer Seele, wie kein anderer sie besitzt,
rein wie der Fluss des Himmels, rein wie das Meer der Erde,
die Empfindungen jedes einzelnen Lebewesens teilend,
verpflichtet dazu die Bürde des Schicksals zu tragen.
Nicht sichtbar für die Sterblichen,
thronen sie auf ihren Säulen aus weißen Wolken im Reiche des Himmels
und auf ihren Säulen aus erstarrtem Erdenblut im Reiche der Erde,
wartend auf die Erfüllung ihrer Träume und
auf denjenigen, der ihnen dabei helfen wird.


Nyx, Göttin der Nacht
Die Göttin Nyx war eine Urgöttin und das Symbol der Nacht. Nyx wurde aus dem Chaos geschaffen und war die Schwester des Erebos, der die Finsternis verkörperte.
Sie hielt sich in einem düsteren Haus im Tartarus auf , in den Tiefen der Unterwelt. Nyx wohnte zusammen mit ihrer Tochter Hemera, die den Tag verkörperte, doch die beiden begegneten sich nie zuhause.
Den ganzen Tag befand sich Nyx in ihrem Haus und kümmerte sich um ihre fünfzehn dunkle, temperamentvolle Kinder, unter ihnen Hypnos (der Schlaf) und Thanatos (der Tod). Abends verließ Nyx schließlich ihr Haus, um ihre tägliche Reise anzutreten. Auf ihrem Weg würde sie auf ihre Tochter Hemera stoßen, die sich auf dem Heimweg befand, und sie grüßten sich friedlich.